Die Lage des brasilianischen Staatshaushaltes ist nicht die beste, seit Monaten warnen mehrere Bundesstaaten vor finanziellen Engpässen. Die Situation im Bundesstaat Rio de Janeiro ist besonders heikel, nach den Olympischen Spielen fehlt in der Stadt unter dem Zuckerhut das Geld. Das Loch in der Staatskasse des drittbevölkerungsreichsten Bundesstaates nach São Paulo und Minas Gerais liegt bei aktuell 28 Milliarden Reais (ca. 8,6 Milliarden US-Dollar). Die monetäre Krise macht auch vor der katholischen Kirche nicht halt, die Erzdiözese braucht Hilfe bei der Finanzierung des Unterhaltes der weltberühmten Christusstatue „Cristo Redentor“ (Christus, der Erlöser).
Die aus dem Jahr 1931 stammende 30 Meter hohe Statue im Art-Déco-Stil steht auf dem Berg Corcovado. Zum ersten Mal in ihrer 85 jährigen Geschichte bekommt das international bekannte Denkmal keine öffentlichen Mittel aus dem Staatshaushalt, institutionelle Partnerschaften zwischen der Erzdiözese Rio und privaten Unternehmen sind nicht ausreichend. Nach Angaben der Behörden müssen pro Jahr fast fünf Millionen Reais (1 US-Dollar = 3,375 Reais) für Wartung, Service und Bezahlung der etwa 30 Mitarbeiter aufgebracht werden.
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